Eindrücke

Fortbildung zum Thema Kindeswohl

Wir wünschen uns, dass unsere christliche Gemeinde ein sicherer Ort für Menschen ist, besonders für Kinder und Jugendliche. In diesem Zusammenhang haben wir uns Gedanken gemacht zu dem Thema sexueller Missbrauch. Nach ersten Informationen und internem Austausch sowie der Erstellung von erweiterten polizeilichen Führungszeugnissen  und Unterzeichnung von Selbstverpflichtungen zu diesem Thema in unseren Mitarbeiterkreisen in den vergangenen 2 Jahren, hat unsere Gemeindeleitung in diesem Jahr Kai Mauritz vom Weißen Kreuz zu einer Fortbildungsveranstaltung eingeladen. Er ist Pfarrer und u.a. ausgebildeter Leiter von Familienaufstellungen, Sexualberater und Fachberater für Psychotraumatologie. Er leitet seid 17 Jahren eine Beratungsstelle in Lemgo und ist für die Koordination von 180 Beratungsstellen des Weißen Kreuzes verantwortlich.

Nicht nur die Mitarbeiter unserer Kinder -und Jugendarbeit waren gekommen, sondern auch eine ganze Reihe Mitglieder der Gemeinde. Es ist ein wichtiges Thema, dass uns alle angeht. Wir konnten auch einige Mitarbeiter aus anderen christlichen Gemeinden aus Saarbrücken und Umgebung begrüßen. 

Im ersten Teil der Fortbildung ging es darum zu verstehen, was ein Trauma genau ist und was die Besonderheiten, wenn es um sexuelle Traumatisierung geht. Herr Mauritz konnte aus seiner langjährigen Erfahrung uns die theoretischen, psychologischen Zusammenhänge an Hand von Beispielen gut verständlich machen.  Trotz aller Dramatik, die dieses Thema beinhaltet, hat er auch immer wieder Mut gemacht, dass es Heilung und Hoffnung für Betroffene gibt. Er konnte sowohl die Opferperspektive uns eröffnen als auch etwas zu dem Tätern sagen. Mit beiden hat er gearbeitet. 

In dem 2. Teil der Fortbildung ging es darum, was können und müssen wir tun, um Missbrauch zu verhindern. Wir haben viel erfahren über transparente Strukturen, ehrlichen Umgang mit Kritik, respektvolles, aber ehrliches Sprechen über Sexualität und vieles mehr. Dann war es natürlich auch wichtig zu wissen, wie verhält man sich in einem Verdachtsfall? Was gibt es für Hilfen? An welche Stellen kann man sich wenden?

Am Schluss waren sich alle einig: ein wichtiges Thema und eine sehr hilfreiche Fortbildung. Wir werden noch einige Treffen zur Nachbereitung und Umsetzung des gelernten in Angriff nehmen. Die Marschrichtung ist noch ein Stück klarer geworden.

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